GFK.wien

Infos und Seminare zu Gewaltfeier Kommunikation

die 4 Schritte in der Gewaltfreien Kommunikation


Es ist nicht immer einfach Bedürfnisse zu erkennen. Wir sind es gewohnt – speziell in Konfliktsituationen- unseren Fokus darauf zu richten, was mit dem anderen oder mit uns selbst nicht stimmt.

In dem Moment, wo man Menschen dazu bringen kann, darüber zu reden was sie möchten, anstatt darüber, was mit der anderen Person nicht stimmt, sieht man sofort eine Möglichkeit für den Beginn einer Lösung.
Marshall Rosenberg

Das Modell der 4 Schritte ist ein Hilfswerkzeug, das uns in diesem Prozess unterstützen kann.

1. Schritt - Beobachtung

Wenn jemand etwas tut, womit wir nicht einverstanden sind, landen wir schnell bei Interpretation, Beschuldigung oder Bewertung. Im 1. Schritt achten wir darauf, dass Fakten von fixen Erwartungen, Bewertungen und Interpretationen getrennt werden. Die Präzision einer wertfreien Beobachtung trägt zur Offenheit im Gespräch bei.

Beobachten, ohne zu bewerten,ist die höchste Form menschlicher Intelligenz.
Jiddu Krishnamurti

2. Schritt - Gefühle

In dem wir unseren Fokus nun darauf richten, wie wir uns fühlen, (freudig, traurig, ärgerlich, frustriert, erleichtert, irritiert, etc.) bleiben wir in dem Prozess.

3. Schritt - Bedürfnisse

Unsere Gefühle sind wie ein Wegweiser zu unseren (erfüllten oder unerfüllten) Bedürfnissen. Bedürfnisse zeigen was uns in diesem Moment wirklich wichtig ist. Wir fragen nicht mehr „Wer ist schuld und wer hat Recht?“ sondern „Wie geht es mir und was brauche ich und wie geht es dir und was brauchst du?“

4. Schritt - Bitte

Mit der Bitte bringen wir unsere Anliegen ins konkrete Leben. In dem wir mitteilen, was uns wichtig ist, und auch hören können was dem anderen wichtig ist, lassen sich Lösungen leichter finden, und es macht uns Freude, Bitten zu erfüllen, wenn dabei die Bedürfnisse aller Beteiligten berücksichtigt werden.